Was wir so mit uns herumtragen – Blick in den Trainerkoffer (Teil 2 – die “Basics”)

Trainer mit leichtem Gepäck – das kommt selten vor! Heute zeige ich meine “Basics”, also Dinge, ohne die ich mich eigentlich nie auf den Weg in ein Seminar mache.

keilspitze

Ohne die geht es nicht – gute Stifte!

Viele Tagungshäuser bieten eine tolle Ausstattung mit gut bestückten Moderatorenkoffern. Manchmal beschleicht einen aber auch der Eindruck, dass im Koffer nur noch Reste sind: schlecht schreibende Stifte (vorzugsweise in gelb und grün), ausschließlich runde Moderationskarten (vorzugsweise in rosa und rot), eingetrockneter Kleber,….

Vor allem Stifte können ein echtes Ärgernis sein. Aus diesem Grund ist in meinem Basis-Trainer-Kit immer ein Stifte-Set dabei (2 Trainermarker, 7 Stifte mit Keilspitze (schwarz oder blau),  je einmal cyan, rot und grün (für Schatten, Wolken, etc.). Ich verwende vorzugsweise Stifte von Neuland oder Edding.

Wenn etwas daneben gegangen ist – Korrekturkleber!

Es ist sehr ärgerlich, wenn einem bei einem kunstvoll aufgebauten und schön gestalteten Flipchart Schreibfehler passieren. Ich kenne Kollegen, die sich aus Flipchartpapier “Korrekturflicken” vorbereitet haben, die im Falle eines Falles mit Klebestift über den Fehler geklebt werden. Mir persönlich dauert das während des Trainings zu lange. Ich setze stattdessen auf großformatige Adresskleber. Das erspart mir das hantieren mit Klebestiften und hält zuverlässig.

flächenAuf einfache Art eine professionelle Wirkung erzielen: Spezialstifte und Wachsmalblöcke!

Gelungene Visualisierung = gelungenes Training! Ganz so einfach ist es zwar nicht, aber die Wirkung professionell gestalteter Plakate ist nicht zu unterschätzen. Für Farbeffekte, Schattierungen, Farbflächen, etc. ist eher das Handwerkszeug als die künstlerische Ader bedeutsam. Sehr einfach und effektvoll ist der Einsatz von Wachsmalblöcken oder speziellen Grundierungsmarkern. Die tollen Wachsmalblöcke von Stockmar gibt´s fast immer im Schreibwarengeschäft, für Copic Wide Marker muss man zum Künstlerbedarf.

trainerkitDie Rettung, falls man improvisieren muss – “Meeting Notes”!

Ich habe oben ja schon davon geschrieben: Die Ausstattung in Hotels und Tagungshäusern ist nicht immer verlässlich gut. Und auch bei inhouse-Veranstaltungen sieht es nicht viel besser aus. So durfte ich ich kürzlich ein Tagesseminar zum Thema Moderation durchführen, bei dem das bestellte Material in einen anderen Standort geliefert wurde. Da stand ich also mit einem halben Flipchartblock (selbst mitgebracht) und ohne Pinnwände – glücklicherweise ist das eine  extreme Ausnahme gewesen. Für solche Fälle habe ich immer ein Set “Meeting Notes” (von 3M) dabei. Diese übergroßen Postit-Zettel setze ich normalerweise nur dann ein, wenn mir die normalen Moderationskarten und Pinnwände nicht ausreichend sind. Anders als es bei selbstklebenden Moderationskarten der Fall ist, haften die “Meeting Notes” auf fast jeder Wand und sind extrem vielseitig nutzbar. An diesem Tag haben sie mir das Seminar gerettet!

küchentimerUm auf freundliche Art für Zeitdisziplin zu sorgen – Küchentimer

Ich mag Gruppenarbeiten. Ich mag aber nicht, wenn ich nach einer 20  minütigen Gruppenarbeitsphase die Gruppen einsammeln muss. Aus diesem Grund habe ich mir angewöhnt, dass jede Gruppenarbeit mit einer klaren Zeitvorgabe unterstützt wird. Ich stelle einen Küchentimer, der für alle sichtbar ist und lasse die entsprechende Zeit herunterlaufen.
Wenn ich nicht auf das ganz leichte Gepäck angewiesen bin, dann packe ich sogar eine ganze Batterie an Küchentimern ein. Dann bekommt jede Gruppe einen mit. Funktioniert super und sorgt für hohe Zeitdisziplin!

Um auch mal physisch aktiv zu werden und gegen das Suppen-Koma anzukämpfen

Man darf als Trainer nicht vergessen, dass die Seminarsituation auch für die Teilnehmer extrem anstrengend ist. Für die meisten dürfte ein Training, bei dem man sich den ganzen Tag auf einen Inhalt konzentrieren muss unüblich sein. Gerade deshalb sind Muntermacher, Wachmacher, Energizer wichtig – insbesondere am Nachmittag, wenn viele gegen Müdigkeit und Suppenkoma ankämpfen.

Deshalb plane ich an jedem Seminartag auch eine physische Aktivierung ein und habe dazu fast immer mein Lieblingspielzeug im Gepäck. Das verdient aber einen eigenen Blogbeitrag :-).

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