Was wir so mit uns herumtragen – Blick in den Trainerkoffer (Teil 4 – „leichte“Alternativen zur Pinnwand)

 

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Gerade komme ich von einem inhouse-Seminar in Berlin zurück. Der Kunde hatte für ausgewählte  Mitarbeiter eine Train-the-Trainer-Schulung gebucht. Die Teilnehmer waren nett und interessiert, der zur Verfügung stehende Raum hell und groß, es gab Kaffee und Getränke – alles in allem wirklich gute Bedingungen für ein Seminar.
Natürlich war mein Koffer wieder prall gefüllt: Stativ und Kamera für die Videoanalyse, eine Moderationstasche, ein Block mit vorgeschrieben Flipcharts, zusätzliche Stifte, Arbeitsblätter und Unterlagen, usw. (die Waage am Flughafen zeigte 19,3 kg – und dabei hatte ich sogar meine Wechselkleidung, die Abendlektüre für das Hotel und mein Ipad  im Handgepäck).

Bergeweise Material hatte ich also dabei. Ist damit alles gut? Nicht ganz.
Denn normalerweise setze ich in meinen Trainings häufig Pinnwände ein: bei der Visualisierung von Gruppenergebnissen , um Prozesse und Abläufe darzustellen , um Kartenabfragen durchzuführen. Häufig sind Pinnwände in Firmen nicht verfügbar.
Meine Seminar-Utensilien konnte ich in einen großen Koffer packen, Pinnwände hingegen lassen sich bei der Anreise mit Zug oder Flugzeug gar nicht oder nur unter großen Mühen transportieren.
Eine schwierige Situation, denn gerade bei Seminaren für Trainer setze ich viele Kartenabfragen ein und arbeite auch häufig mit vorbereiteten Moderationskarten.

Welche Alternativen bieten sich dann an:

Eine Wäscheleine mit Klammern
In der Methoden-Kartothek beschreiben wir den Einsatz der Wäscheleine detailliert (Karte als Download: Waescheleine). Eine einfache und tolle Möglichkeit um eine Agenda aufzubauen, Prozesse darstellen zu lassen, Themen zur Auswahl zu stellen. Setzt man eine Wäscheleine ein, dann sieht jeder normale Meetingraum schnell wie ein „richtiger“ Seminarraum aus. Eine echte Lieblingsmethode!
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leine1Die Wände nutzen
Für Kartenabfragen muss man nicht zwingend Pinnwände einsetzen.  Die Firma 3M bezeichnet ihre übergroßen PostIts als „Meeting Notes“ . Diese sind eine tolle Alternative zu klassischen Moderationskarten. Fenster, Türen und Wände werden damit schnell zur Aktions- und Präsentationsfläche umgemünzt.
Es gibt auch selbstklebende Moderationskarten, diese haften aber nur auf mit Papier bespannten Pinnwänden oder Flipcharts gut.
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Flipcharts einkleistern
Auch ganz normale Moderationskarten lassen sich am Flipchart sammeln, umhängen, clustern.  Dazu muss man einen Flipchartbogen „einkleistern“. Die Zeiten, in denen man dabei mit stinkendem Sprühkleber arbeiten musste sind glücklicherweise vorbei. Heute bekommt man im Fachhandel speziellen Moderationskleber. Mit diesen speziellen, breiten Klebestiften bekommen normale Papierflächen einen haftenden Untergrund. Das ist nicht nur praktisch, sondern wirkt auch top-professionell!

Den Boden nicht vergessen
Auch der Boden ist gut nutzbar. Ist das Platzangebot ausreichend, dann hat man eine weitere tolle Arbeitsfläche. Großer Vorteil: Die Teilnehmer müssen stehen und in Bewegung bleiben, das ist gerade nach der Mittagspause zu empfehlen!

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Jan-Torsten Kohrs

Jan-Torsten Kohrs

Seit 1999 sammelt Jan-Torsten Kohrs Erfahrung in vielfältigen Weiterbildungsprojekten – in der Industrie, bei Banken und an Hochschulen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Projekt-/Changemanagement und Soft Skills. Die besondere Leidenschaft gilt der Aus- und Weiterbildung von Trainern und der Workshop-Moderation.