Universell und oft im Einsatz: Arbeitsblätter

Arbeitsblätter: Die meisten Lernenden kennen sie von der Schule, der Ausbildung oder dem Studium, in der Weiterbildung werden sie jedoch nicht allzu oft eingesetzt. Bei mir sind Arbeitsblätter ein wesentlicher Bestandteil von Trainings, insbesondere dann wenn Reflexionsprozesse bei den Teilnehmern anregt werden sollen und ein entsprechender methodischer Rahmen benötigt wird.

Doch was macht ein gutes Arbeitsblatt aus? Im Wesentlichen sind es ähnliche Aspekte wie beim Arbeitsauftrag:

  • Eine klare und konkrete Aufgabe bzw. Aufgaben;
  • Benennung der Sozialform (Soll das Arbeitsblatt in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit ausgefüllt werden);
  • Eine Zeitangabe gehört auf das Arbeitsblatt und der Hinweis, dass die TN sich auch diese Zeit zum Ausfüllen nehmen sollen;
  • Genügend Platz zum Schreiben (erfahrungsgemäß ist es so, dass je mehr Platz Sie lassen, desto mehr geschrieben wird);
  • Information: Was passiert danach mit dem Arbeitsblatt

Ich selbst habe in der Regel eine handvoll Arbeitsblätter, die ich mit leichten Veränderungen in unterschiedlichen Trainings immer wieder einsetze und die die Teilnehmer als sehr wertvoll einschätzten. Drei von meinen gängigsten Arbeitsblättern möchte ich kurz vorstellen.

Der Einstieg: Gerade wenn ein längerer Workshop ansteht verwende ich zu Beginn Reflexionsfragen für die Teilnehmer, um das Thema aufzugreifen und zu überlegen welche konkreten Erwartungen sie an das Thema haben. Diese Aufgabe lasse ich meistens als Einzelarbeit laufen und schließe oft eine Partnerarbeit oder bei einer kleineren Gruppe eine Plenumsphase an. Arbeitsblatt Mein Einstieg ins Seminar

„Zwischendrin“: Das Zielkreuz von Zech verwende ich immer dann wenn Teilnehmer eigene Zielsetzungen und Bedarfe definieren und schriftlich konkretisieren müssen. Die Fragen können auch sehr gut abgewandelt werden. Die Aufgabe lasse ich gerne in Partnerarbeit durchführen, wobei jeder Teilnehmer ein Arbeitsblatt erhält. Der Vorteil der Partner kann durch Nachfragen die Detailierungsphase unterstützen.

Der Transfer: Soviel Zeit muss sein! Gerade im Übergang vom Gelernten in die Praxis ist es wichtig, dass die Teilnehmer für eine gewisse Zeit innehalten und reflektieren wie sie das Gelernte in die Praxis umsetzen können. Die Leitfragen dienen dabei zur Orientierung. Diese Aufgabe setzte ich ebenfalls sehr gerne im Rahmen einer Einzelarbeit ein. Arbeitsblatt Meine Transferaufgaben

Arbeitsblätter_Neu

Michaela Wörner

Michaela Wörner

Michaela Wörner ist Diplom-Pädagogin mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung. Als Trainerin und Gesellschafterin von methodium kann sie neben ihrer Teamleiter-Tätigkeit am Didaktikzentrum der Hochschule Esslingen ihrem besonderen Interesse nachgehen: Lebendige und innovative Seminarmethoden sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung der methoden-kartothek.de. Schwerpunkte ihrer Berater- und Trainertätigkeit liegen insbesondere auf dem Gebiet Qualität im Rahmen von Bildungsprozessen mit dem Fokus auf Evaluation, Bildungscontrolling und Qualitätsmanagement.

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