Trainertipp: Die Saure-Gurken-Zeit richtig nutzen!

Bereits im letzen Jahr erschien dieser Blog-Beitrag zur „Saure-Gurken-Zeit“ für Trainer und Dozenten (aus gegebenem Anlass nun nochmal und auch mit aktualisierten Links) Bevor es für mich in den Sommerurlaub geht habe ich auch noch einige Konzepte zu überarbeiten. Und dann werden die Beine hochgelegt. Urlaub darf (und sollte ganz besonders) auch für Selbständige Erholung sein – Pausen sind wichtig!

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Es ist soweit – das laufende Jahr ist zur Hälfte rum. Für Trainer bedeuten die Sommermonate meistens „Saure-Gurken-Zeit“, denn die Akademien, Organisationen und Firmen fahren die Trainingsaktivitäten während der Ferien häufig zurück.

Eigentlich also eine Zeit, in der auch die meist umtriebigen Trainer zur Ruhe kommen können.  Man hat Zeit für den eigenen Urlaub und  kann in Ruhe seine Konzepte und Unterlagen ordnen. Eigentlich also ganz entspannt.

Allerdings wird in dieser Zeit häufig auch mit der Programm- und Angebotsplanung für das Folgejahr begonnen und zum Beispiel die Termine für offene Seminare festgelegt. Trainer werden dazu häufig von ihren Bestandskunden kontaktiert.

Für mich persönlich ist das immer eine komische Situation, denn der Blick auf den leeren Kalender hat etwas ungeheuer Wohltuendes. Im Alltag fällt es häufig schwer sich freie Zeitfenster zu erarbeiten und der Kalender wirkt wie verstopft mit Terminen. Der leere Kalender strahlt hingegen völlige Freiheit und Flexibilität Zwar ist mir klar, dass der Kalender nicht leer bleiben darf (das wäre ja auch fatal, schließlich hängt meine Finanzierung direkt vom „Füllgrad“ meines Kalenders ab),  jetzt aber schon Termine für das zweite Halbjahr des kommenden Jahres festzulegen erzeugt in mir immer auch einen kleinen Widerstand. Vielleicht haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass ein langfristig geplantes Seminar genauso unverrückbar wie ungünstig im Kalender steht und andere Aktivitäten blockiert.

Für diese Planungsphase habe ich Ihnen einige Tipps zusammengestellt:

Behalten Sie das ganze Jahr in Sicht:

Planen Sie auf einem großen Kalender, bei dem Sie das ganze Jahr im Blick haben. Entsprechende Kalendervorlagen für Excel etc. finden Sie zum Ausrucken im Internet. Planen Sie auf Papier, und nicht auf dem Computer oder Smartphone.
(Tipp: Jahreskalender in diversen Dateiformaten zum Download und Ausdruck finden Sie unter http://www.kalenderpedia.de)

Planen Sie mit Bleistift:

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Planung korrigierbar ist. Planen Sie mit Bleistift oder kleben Sie für Terminblöcke PostIts in den Kalender. Nicht mein Fall, aber viele Leute schwören auf beschichtete Kalender, die sich dann mit Folienstiften beschreiben lassen.

Berücksichtigen Sie Feiertage, Geburtstage und Brückentage:

Ein Training am Faschingsdienstag in Köln? Zur Einschulung des Sohnes in einem Tagungshotel 400km entfernt? Heimreise mit dem Auto von Hamburg nach Stuttgart zum Ferienbeginn in NRW? Das lässt sich vermeiden. Zeichen Sie im Jahreskalender auch regionale Feiertage und Ferien ein.
(Tipp: Alle Feriendaten und PDF-Kalender zum Download finden Sie unter www.schulferien.org)

urlaubUrlaub einplanen:
Ein Grundprinzip der Kalender Planung besteht darin, sich zuerst die großen Zeitfenster fest einzuplanen. Reservieren Sie sich großzügige, zusammenhängende Zeitfenster für ihren Urlaub. Es ist immer noch möglich einen solchen Zeitraum zu einem späteren Zeitpunkt am Anfang oder Ende zu kürzen. Es wird Ihnen aber später schwer fallen in einem mit Terminen gesprenkelten Kalender vierzehn zusammenhängende Urlaubstage einzuplanen.
(Tipp: Brückentagsplaner http://www.feiertage.info/2017/brueckentage-2017.html)

Planung mit dem Partner abstimmen:

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Der wichtigste Tipp in dieser Liste!

Neue Angebote lancieren:

Wenn das Programm steht, dann ist es zu spät. Wenn Sie noch eine gute Seminaridee für einen loswerden wollen, dann jetzt! Sonst ist die Chance vertan mit seinem Angebot im nächsten Katalog vertreten zu sein.

Viel Erfolg!

 

 

Link zur Erstveröffentlichung des Beitrags: Durch das Trainerjahr

Jan-Torsten Kohrs

Jan-Torsten Kohrs

Seit 1999 sammelt Jan-Torsten Kohrs Erfahrung in vielfältigen Weiterbildungsprojekten – in der Industrie, bei Banken und an Hochschulen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Projekt-/Changemanagement und Soft Skills. Die besondere Leidenschaft gilt der Aus- und Weiterbildung von Trainern und der Workshop-Moderation.

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