Seminarmethoden sind immer nur so gut in ihrer Wirkung, wie Trainerinnen und Trainer in der Lage sind, sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu erklären. Je unbekannter, ausgetüffelter, je mehr Teilschritte und Regeln zu beachten sind, desto anspruchsvoller und zeitaufwändiger.

Einen Gegentrend hierzu geben jene Aktionsformen, die in ihrer Form simpel sind und zugleich nur wenige Minuten oder gar Sekunden in der Durchführung benötigen. Neben der Flexibilität und Spontantität, die in solchen Methoden liegt, überzeugt vor allem der didaktische Effekt: Die Akteure werden spielerisch dazu gezwungen, sich auf Wesentliches zu konzentrieren, Highlights hervorzuheben, Dinge auf den Punkt zu bringen.

Eine beliebte Methode dieser Art ist das „Elevator-Statement“. Die gewöhnliche Dauer einer Aufzugfahrt bildet den narrativen Rahmen: Ein Teilnehmer oder der Seminarleiter trägt – ohne Zuhilfnahme von weiteren Medien – die Eckpunkte eines Themas vor und weckt das Interesse in der Seminargruppe. In 40 bis maximal 90 Sekunden muss die Kernbotschaft so übermittelt werden, dass sie im Gedächtnis haften bleibt. Ein Elevator-Statement ist „knackig” formuliert und spricht in hohem Maße die Emotionen an. Anders als beim klassischen Vortrag werden die Details des Themas bewusst nicht vorgebracht. Vielmehr sollen die Zuhörer angeregt werden im Anschluss ihre Fragen zu stellen, sodass die (Lehr-)Inhalte dann im gemeinsamen Dialog erschlossen werden.

Neugierig? Weitere Erläuterungen geben die Infokarte „Elevator Statement“ aus methoden-kartothek.de und ein aktueller 5-Minuten-Podcast von Radio Bayern 2.

 

P.s.: Für die Lektüre dieses Textes sind ca. 80 Sekunden erforderlich – weniger als eine solche Fahrt im Pater-Noster  :)
(Quelle: Roominator1991, veröffentlich auf youtube.de)

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