„Fragen an den Trainer…“ – eine Lieblingsmethode für den Start ins Training

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Vorstellungsrunden kennt man – die Teilnehmer stellen sich einander und dem Trainer vor. Frühzeitig das Eis zu brechen und für eine vertrauensvolle Atmosphäre zu sorgen ist einer der Schlüssel zu einem erfolgreich verlaufenden Seminar!
In methoden-kartothek.de stellen wir eine Fülle verschiedener Methoden vor, mit denen das „Kennenlernen“ ausgestaltet werden kann – vom lebhaften Autogramm-Bingo, über die Kennenlernmatrix bis hin zu Ideen für die  klassischen Partnervorstellung (um nur einige zu nennen).

Ich bin allerdings regelmäßig mit der Situation konfrontiert, dass ich als Trainer zu einer Gruppe komme die sich bereits kennt. So wurde ich zum Beispiel vor zwei Wochen von einer Abteilung für ein inhouse-Firmenseminar gebucht und letzte Woche durfte ich ein eintägiges Seminar-Modul in einem Fortbildungscampus übernehmen. In beiden Fällen kannten sich die Teilnehmer untereinander schon lange, eine klassische Vorstellungsrunde war also nicht angebracht.

In solchen Fällen lasse ich die Teilnehmer „Fragen an den Trainer“ stellen. Ich decke dazu das Flipchart mit dem Arbeitsauftrag auf, gebe – je nach Gruppenstärke – eine bis drei Karten pro zwei Teilnehmer aus. Diese sollen sich dann in Partnerarbeit überlegen, was sie „von dem da vorne“ wissen wollen. Ich weise darauf hin, dass ich mir spannende Fragen wünsche und ich enttäuscht wäre, wenn ich zehnmal eine Frage zur Pausengestaltung gestellt bekomme. Nach spätestens zwei Minuten sammle ich die Fragen ein, mische die Karten durch und arbeite den Stapel ab. Dabei pinne ich die beantworteten Fragen an.
Die Spanne reicht dabei von persönlichen Fragen wie „Wo wohnen Sie?“ oder „Welche Hobbies haben Sie?“ bis hin zu fachlichen Fragen („Wie sieht ihr Kalender aus?“ – im Rahmen eines Zeitmanagementseminars). Gelegentlich mischen sich auch witzige oder herausfordernde Fragen in den Stapel: „Warum meinen Sie, dass Sie uns etwas über Projektmanagement erzählen können?“ oder „Wir hatten schon viele Seminare zum Thema Zeitmanagement, die alle nichts gebracht haben. Was wird bei Ihnen anders laufen?“.
Dieses Verfahren passt übrigens auch sehr gut zu großen Gruppen!

Meine Erfahrung: Wer bei diesen Fragen eloquent, humorvoll und souverän antwortet, der punktet bei der Gruppe! Es geht schnell, ist für Teilnehmer und Seminarleiter spannend, liefert mir als Trainer eine Einstiegsmöglichkeit in der ich mich positiv darstellen kann und man erhält in kurzer Zeit einen guten Eindruck von der Gruppe!
Aus diesem Grund eine meiner Lieblingsmethoden!

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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Jan-Torsten Kohrs

Jan-Torsten Kohrs

Seit 1999 sammelt Jan-Torsten Kohrs Erfahrung in vielfältigen Weiterbildungsprojekten – in der Industrie, bei Banken und an Hochschulen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Projekt-/Changemanagement und Soft Skills. Die besondere Leidenschaft gilt der Aus- und Weiterbildung von Trainern und der Workshop-Moderation.

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